Adressbuch(1880) - Am Lilienberg

Adressbuch - 1880

Beschreibung: Derselbe, früher „Gaisberg“ genannt, trägt seinen Namen unverkennbar symbolisch mit Beziehung auf den Kult der unbefleckten Jungfrau, der auf jener Höhe mit Vorzug gepflegt wurde. Johann Max v. Alberti, Bürgermeister von München, wollte auf der Anhöhe neben der Gaisreiter'schen Kapelle ein Klösterchen für einige Jungfrauen gründen. 1693 wurde der erste Stein hiezu gelegt, 1696 war es vollendet. In der Folge baute er dort auch eine Kirche in Form einer Rotunde, der unbefleckten Empfängniß Mariens geweiht, welche 1705 die Consecration erhielt. 1715 zogen Benediktiner-Nonnen aus dem Kloster Niedernburg zu Passau auf dem Lilienberge ein und wirkten dort bis zur Aufhebung ihres Stiftes 1803. Die Vermuthung, daß dieselben in ihren Garten Lilien pflanzten, kann neben der obigen Erklärung des Namens aufrecht bleiben. Als am 25. Juli 1806 die Au offiziell zur Vorstadt Münchens erklärt wurde, erhielt sie eine dreifache silberne Lilie über drei grünen Hügeln in das Wappen.


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